Von Bucheignerzeichen und ihrer Geschichte

Das, im Rahmen meiner Bachelor-Arbeit entstandene Buch »Exlibris. Von Bucheignerzeichen und ihrer Geschichte« beschreibt in Wort und Bild detailreich die gesamte geschichtliche Entwicklung des Exlibris, noch vor dem Buchdruck beginnend. Dabei war es mir sehr wichtig, Texte zu entwickeln, die sowohl dem Exlibriskenner einen sehr guten Überblick zum Thema bieten, als auch dem (Gestaltungs-)Laien einen einfachen und durchaus unterhaltsamen Einstieg in die komplexe Exlibris-Geschichte ermöglichen.
Darüber hinaus enthält das Buch eine Darlegung zur Konzeption von »Exlibris+« und führt den Rück- und Überblick zur Geschichte des Exlibris so konsequent in seine Zukunft fort. Das Buch zeigt also zu Beginn das älteste bekannte Blatt aus dem Jahr 1480: das kolorierte Holzschnitt-Exlibris des Patriziers Hildebrand Brandenburg aus Biberach und endet mit Beispielabbildungen zu »Exlibris+«.
Zusätzlich habe ich eine Falttafel zur geschichtlichen Entwicklung erstellt, die ein schnelles Orientieren innerhalb der komplexen Exlibris-Geschichte ermöglicht. Neben der guten Lesbarkeit des Inhalts war es mein Ziel, ein sehr bibliophiles Buch zu gestalten. Dem bibliophilen Erleben des Mediums Buch, dem seit Jahrhunderten durch die grafische Form des Exlibris Ausdruck verliehen wird, sollte durch ein bibliophil gestaltetes Buch Respekt gezollt werden.
So entwarf ich das Konzept eines Buches mit Fadenheftung und offenem Buchrücken. Das Buch selbst ist eine englische Broschur – verzichtet also auf einen Festeinband. Diese Bindeart begünstigt die asymmetrische Rhythmusbindung des Buchs. Dabei ist jede zweite Seite des Buchs verkürzt, wodurch der Leser rechtsblätternd nur Bilder sieht und linksblätternd nur Text. Dieses bibliophile Buchobjekt ist zum Schutz eingelassen in einen Schuber, auf dessen Frontseite sich ein durch Prägung eingestanztes Emblem befindet. Auf diesem ist der Titel des Buchs zu lesen, ebenso wie auf der geprägten Rückenzeile.
Bei der Wahl des Papiers entschied ich mich für Design Offset Creme, ein leicht gelbstichiges und qualitativ hochwertiges Papier in 120g/m2. Der Einband des Buches wurde bezogen mit »Grand Style Windsor« in rot, einem feingerippten Papier der Papierfabrik Gmund.

2010 / 105 mm x 167 mm / 200 Seiten